AUSSTELLUNGEN
- Gruppenausstellunge "Kreativer Kreis" im Haberkasten Mühldorf
- Zahlreiche jährliche Gemeinschafts-und Themenausstellungen mit dem Kunstverein-Inn-Salzach-e.V.
- Einzelausstellungen "Patchwork" und Menschen-s-kinder im Haus der Kultur, Waldkraiburg
- Kunstmeile Trostberg
- Kitzbüheler Kunstsommer
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"EIN MENSCHENMALER WAR ICH SCHON IMMER"
Kunstverein Inn-Salzach präsentiert in der Studiogalerie J. Riedl
Er ist zweifellos ein von seiner Arbeit Besessener mit einer tiefen Leidenschaft zur Malerei. Jetzt wurde J. Riedls Einzelausstellung "Menschen - S - Kinder in der Studiogalerie im Haus der Kultur eröffnet.
Dem gebürtigen Freisinger , der im Selbststudium schon 1968 zu malen begann und seit 2003 als freischaffender Künstler in Waldkraiburg arbeitet, begegnet man in der Stadt an vielen Orten. Bereits 2008 hatte er im Haus der Kultur seine erste Einzelausstellung . "Seine ausgereifte Malweise, seine durchdachten Bildkompositionen faszinieren immer wieder" so Gabriele Röpke, die Vorsitzende des Kunstvereins.
Anregungen holte sich Riedl in großen Museen der Welt und bei Auslandsaufenthalten. Dabei ist seine Maxime: Auch in der Kunst erreicht nur der etwas, der immer wieder an sich und seinem Tun zweifelt, ein Grundsatz, den seine Frau Renate als seine härteste Kritikerin mit ihm teilt. Die meist großformatigen Gemälde sind im Zeitraum zwischen 1985 bis heute entstanden.
Im Mittelpunkt von "Menschen-S-Kinder steht sein Werk "We are family", das in dezenter Farbigkeit alle Nationalitäten, Hautfarben und Charaktere vreint, darunter prägende Persönlichkeiten wie Mutter Theresa oder den Dalai Lama. "Ein Menschenmaler war ich schon immer", ist seine Devise. Ob der kleine farbige Junge mit integrierenden bayerischen Attributen, ob die verlegen lächelnde "Safranprinzessin", ob die Porträts aus seiner Familie, teils leicht expressionistisch gestaltet, teils fotografisch genau - Riedl versucht immer neue Wege zu gehen. Der Ausdruck, die Ausstrahlung, die stimmigen Lichtverhältnisse sind ihm das größte Anliegen. Dies wird vor allem deutlich in den Arbeiten, die dem Symbolismus zuzuordnen sind. Körperstudien, wie der "Gefangene" oder der "Rabenkönig", eine vom Künstler erfundene Fantasiefigur aus einem Zyklus, der noch nicht abgeschlossen ist, belegen dies in sehr realistischer Manier. Besonders auch hier wird auf Ausstrahlung, Hell-Dunkel-Effekte und bewusst gewählte Farbharmonie größter Wert gelegt. "Menschenskind, Jo Riedl, ist das eine fantastische Präsentation!", so Gabriele Röpkes Gesamturteil.
von Erika Fischer 2019, Waldkraiburger Nachrichten

DER KINI IN WALDKRAIBURG
J. Riedl hat seinen großflächigen König Ludwig II. mit einem Napoleon-Ausspruch versehen:
"Der Nachruhm ist die wahre Unsterblichkeit der Seele"
Themenausstellung "Zitate" 2004 im Haus der Kultur, Waldkraiburg

MENSCHENMALER AUF ABWEGEN
Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter J. Riedl. Akribisch hat sich der Maler auf seine Ausstellung im Haus der Kultur vorbereitet. Im Mittelpunkt steht die Serie "Patchwork" die der Werkschau seinen Namen gibt. Rund ein Dutzend großformatiger Bilder gehören ihr an, unverkennbar durch die geometrischen Figuren, die an bunte Stoffflicken erinnern. Die leuchtenden zum Teil grellen Farben dominieren die angedeuteten Landschaften, Hausfassaden Dächer und Fenster.
Nur einmal tritt das "Patchwork in den Hintergrund. "RENATE" heißt das Bild , von dem Riedls Ehefrau lächelnd die Besucher begrüßt, die die Stufen in den Ausstellungsraum herunterkommen. Mit dickem Pinsel hat ihr der Künstler ein leicht verfremdetes Gesicht verliehen.
Dass J. Riedl auch realistisch malen kann, beweisen "Der Pianospieler" und das verliebte Pärchenin "L'Amour an der gegenüberliegenden Wand. "Der Ausdruck ist mir sehr wichtig. Der Betrachter soll die Empfindungen, die Lebensfreude spüren, die von den Bildern ausgeht, sagt Riedl. Der "Boulevard Saint Michel" komplettiert diese französische Reihe, die eine logische Konsequenz aus Riedls Leidenschaft für Bistros, Beaujolais und Baguette ist.
Außerdem wollte Riedl ganz bewusst einen Kontrast zur "Patchwork-Serie setzen: "Sonst wäre es mir zu eintönig geworden." Das erklärt auch den "Schimmelreiter", der schon farblich aus dem Rahmen fällt. Eine ganz andere Richtung schlägt Riedl auf der gegenüberliegenden Seite ein; "Blaue Strümpfe" oder "Das gelbe Kleid" machen Lust auf mehr.
Kaum zu glauben, dass das in nur einem Jahr entstanden ist. Mangelnde Vielfalt kann man J. Riedl sicher nicht unterstellen. Im Gegenteil: Der gebürtige Freisinger ist für vieles zu haben. Sogar ein Stillleben versteckt sich im Eck, daneben finden sich kleinformatige, expressionistische Motive, völlig aufgelöste Formen. Und doch: Ich bin ein Menschenmaler" gibt Riedl unumwunden zu. Auftragsarbeiten im Portraibereich schätzt er als "willkommene Fingerübung". "Wer gut sein will, muss vor allem sein Handwerk beherrschen. Und das zeigt sich vor allem dann, wenn man Personen malt." Eine Abbildung von Gustave Courbet "Steinklopfer" hat. J. Riedl einst so sehr begeistert, dass er zu Stift und Pinsel griff. Der Erfolg als Gastronom sorgte für die nötige Unabhängigkeit, so dass nun genügend Raum für die Kunst ist.
von Wolfgang Haserer 2008, Walkraiburger Nachrichten






